Leben und Wirken

DES SEBASTIAN KNEIPP

Ein Leben für die Gesundheit

Wer war Sebastian Kneipp?

Kurz gesagt: Ein Pionier seiner Zeit, durch und durch Menschenfreund, der Gesundheit in einem allumfassenden und ganzheitlichen Sinne verstand und darüber hinaus überzeugt vertrat. Aber, beginnen wir von vorne: Geboren 1821 im bayerischen Stephansried als Sohn armer Webersleute, hegte Sebastian Kneipp schon früh den Wunsch einmal Pfarrer zu werden. Der Weg zu diesem Ziel wurde ihm durch die Förderung eines entfernten verwandten Kaplan ermöglicht und so besuchte Kneipp ab seinem 23. Lebensjahr ein Gymnasium und begann daran anschließend 1848 sein Studium der Theologie. Durch einen weiteren Freund, ein ebenfalls Geistlicher und zudem begeisterter Botaniker, wurde Sebastian Kneipp mit den Grundlagen der Pflanzenheilkunde bekannt und in diese eingeführt.
Pfarrer Sebastian Kneipp

Erkrankung Sebastian Kneipps und die Entdeckung der Kraft des Wassers

Den Überlieferungen nach erkrankte Sebastian Kneipp spätestens 1846 an Tuberkulose, einer bakteriellen Infektionskrankheit der Lunge, die zu dieser Zeit vielen Menschen das Leben kostete. Im Jahr 1848 fiel ihm das Buch „Unterricht von Krafft und Würckung des frischen Wassers“ von Johann Siegmund Hahn in die Hände. Inspiriert von dessen Inhalt, unterzog sich Sebastian Kneipp daraufhin zwei- bis dreimal wöchentlich einem kurzen Bad in der eiskalten Donau. Durch diese Maßnahme konnte er seinen Gesundheitszustand nach und nach stabilisieren und sich schlussendlich von seiner Erkrankung komplett erholen.
Regelmäßige Wasseranwendungen gehörten nun zu Sebastian Kneipps täglichen Routinen. Auch theoretisch beschäftigte er sich fortwährend mit der Thematik und erweiterte so sein Wissen anhand bereits bestehender Publikationen kontinuierlich.
Im Laufe seines weiteren Studiums behandelte er einen ebenfalls an Tuberkulose erkrankten Kommilitonen und begann darüber hinaus auch erkrankte Menschen aus der Bevölkerung zu unterstützen. Da seine Behandlungserfolge für sich sprachen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die kneippsche Methode immer mehr herum sprach und von einer stetig steigenden Zahl von Menschen in Anspruch genommen wurde. Diese konstant zunehmende Bekanntheit und Begeisterung bezüglich Sebastian Kneipp und seinem Wirken blieb auch der Ärzte- und Apothekerschaft nicht verborgen, die diesen künftig mit Argusaugen beobachteten und bis zu seinem Lebensende mit wiederholten Anzeigen wegen Kurpfuscherei gegen ihn reagierte.

Weihe zum Priester und das Leben als Theologe

Nachdem Sebastian Kneipp 1852 die Weihe zum Priester erhalten hatte, wurde er 1855 als Beichtvater an das Dominikanerinnenkloster in Wörishofen berufen und siedelte so in die schwäbische Stadt im Unterallgäu über. Neben seinen geistlichen Tätigkeiten und den landwirtschaftlichen Aufgaben rund um Haus und Hof, unterstützte Sebastian Kneipp weiterhin mit Herz und Seele hilfesuchende Erkrankte und jene, die es erst gar nicht so weit kommen lassen wollten. 1881 wurde er schließlich zum Dorfpfarrer von Wörishofen ernannt.

Sebastian Kneipp in der öffentlichen Wahrnehmung

Im Jahre 1884 schrieb Sebastian Kneipp sein erstes von insgesamt drei Büchern. „Meine Wasser-Kur“, 1886 erstmalig veröffentlicht, wurde schnell zu einem Kassenschlager und Standartwerk. 1889 begann Sebastian Kneipp damit öffentlich Vorträge in Wörishofen zu halten, welche er im darauf folgenden Jahr europaweit ausdehnte und so für die nächsten Jahre viel auf Reisen war. Zudem forschte er unentwegt im Bereich der naturheilkundlichen Themen und widmete sich weiterhin seiner großen Leidenschaft, der Behandlung und Unterstützung seiner Mitmenschen, welche mittlerweile in Scharen nach Wörishofen reisten. Unter ihnen viele weit her Gereiste und nach und nach auch Adelige und hohe Geistliche. 1894 folgte Sebastian Kneipp der Einladung von Papst Leo XIII nach Rom, wo er von diesem, nicht ohne sich zuvor von ihm behandeln zu lassen, den ehrenvollen Titel „Monsignore“ erhielt. Im Alter von 76 Jahren starb Sebastian Kneipp 1897 in Bad Wörishofen an einem schnell wachsendem Tumor im Bauchraum, dessen operative Entfernung er zuvor ablehnte.

"Man muß auf den ganzen Körper wirken, wenn man den Krankheitsstoff beseitigen will."

Herzlich Willkommen beim

KNEIPP VEREIN FRANKENBERG

Für ein gesundes Leben nach Sebastian Kneipp
„Es ist eine reichliche Menge von Mitteln vorhanden, man muss aber die richtige Zusammensetzung wissen, dann kommt man damit zurecht.“
(Sebastian Kneipp, 1821-1897)
Im Laufe seines Lebens entwickelte Sebastian Kneipp eine Gesundheitslehre, die auf „5 Säulen“ basiert. Das sind Lebensordnung, Wasser, Bewegung, Ernährung und Heilkräuter. Diese ganzheitliche Lebensweise bringt den Menschen in seine Mitte und hilft sanft, die Gesundheit zu erhalten oder wieder zu erlangen.

Bewegung

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Ordnung

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