Leben und Wirken

Frische-Kick mit dem Gesichtsguss

Ein Leben für die Gesundheit

Wer war Sebastian Kneipp?

Für einen Gesichtsguss benötigen wir entweder ein Gießrohr oder schrauben den Duschkopf ab, um einen ähnlichen Effekt mit dem Duschschlauch zu erzielen. Die Temperatur sollte bei dieser Kaltwasseranwendung zwar zwischen 16 und 18 Grad betragen, kann allerdings nach individuellem Temperaturempfinden angepasst werden. Wichtig ist es, dabei stets ruhig weiter zu atmen. Wir setzen den Gießstrahl an der rechten Schläfe an und ziehen ihn quer übers Gesicht auf die linke Seite. Das Ganze je nach Empfinden noch einmal wiederholen. Nun führen wir den Wasserstrahl über die Nasenwurzel in die rechte Gesichtshälfte und bewegen ihn in Längsstrichen auf und ab in Richtung Ohr. In einem Bogen wechseln wir über die Stirn und die Nasenwurzel auf die linke Seite und gehen auch dort in kleinen Längsstrichen Richtung Ohr. Zum Abschluss umrunden wir das Gesicht dreimal gegen den Uhrzeigersinn und streifen das Wasser mit den Händen ab. Für einen extra Frische-Kick legen wir die nassen Hände kurz in den Nacken. Der Gesichtsguss wird angewendet zur Belebung, Straffung und Erfrischung der Haut, er hilft außerdem gut bei Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit und bringt Erleichterung für die Augen nach langem Lesen oder Arbeit am Bildschirm – und in der Allergiezeit bei juckenden Augen. Vorsicht ist geboten bei akuter Stirn- und Nasennebenhöhlenentzündung.
Pfarrer Sebastian Kneipp

Erkrankung Sebastian Kneipps und die Entdeckung der Kraft des Wassers

Den Überlieferungen nach erkrankte Sebastian Kneipp spätestens 1846 an Tuberkulose, einer bakteriellen Infektionskrankheit der Lunge, die zu dieser Zeit vielen Menschen das Leben kostete. Im Jahr 1848 fiel ihm das Buch „Unterricht von Krafft und Würckung des frischen Wassers“ von Johann Siegmund Hahn in die Hände. Inspiriert von dessen Inhalt, unterzog sich Sebastian Kneipp daraufhin zwei- bis dreimal wöchentlich einem kurzen Bad in der eiskalten Donau. Durch diese Maßnahme konnte er seinen Gesundheitszustand nach und nach stabilisieren und sich schlussendlich von seiner Erkrankung komplett erholen.
Regelmäßige Wasseranwendungen gehörten nun zu Sebastian Kneipps täglichen Routinen. Auch theoretisch beschäftigte er sich fortwährend mit der Thematik und erweiterte so sein Wissen anhand bereits bestehender Publikationen kontinuierlich.
Im Laufe seines weiteren Studiums behandelte er einen ebenfalls an Tuberkulose erkrankten Kommilitonen und begann darüber hinaus auch erkrankte Menschen aus der Bevölkerung zu unterstützen. Da seine Behandlungserfolge für sich sprachen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die kneippsche Methode immer mehr herum sprach und von einer stetig steigenden Zahl von Menschen in Anspruch genommen wurde. Diese konstant zunehmende Bekanntheit und Begeisterung bezüglich Sebastian Kneipp und seinem Wirken blieb auch der Ärzte- und Apothekerschaft nicht verborgen, die diesen künftig mit Argusaugen beobachteten und bis zu seinem Lebensende mit wiederholten Anzeigen wegen Kurpfuscherei gegen ihn reagierte.

"Man muß auf den ganzen Körper wirken, wenn man den Krankheitsstoff beseitigen will."

Unsere Partner und Links


Weleda
Sparkasse Waldeck-Frankenberg | IBAN DE73 5235 0005 0005 0602 23
Alle Rechte vorbehalten 2019 / Kneipp-Verein-Frankenberg Eder e. V.
Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.