Leben und Wirken

Kneipp-Tipps für daheim oder Kleiner Aufwand – große Wirkung

Ein Leben für die Gesundheit

Wer war Sebastian Kneipp?

Mindelheimer Zeitung und der Kneipp-Bund geben Anregungen für einen aktiven und gesunden Alltag Die Maßnahmen der vergangenen Tage und Wochen zum Schutz vor dem Coronavirus machen sich im Alltag bemerkbar. Für die meisten konstruieren sie sogar einen komplett neuen Alltag. Der Radius ist begrenzt – und die Möglichkeiten auch. Denn um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, soll sich das Leben in nächster Zeit überwiegend in den eigenen vier Wänden abspielen. Eine ungewohnte Situation, die man aber durchaus nutzen kann, um etwas für die Gesundheit zu tun. Deshalb gibt die Mindelheimer Zeitung gemeinsam mit dem Kneipp-Bund regelmäßig Tipps, wie man mit einfachen Mitteln und ohne großen Aufwand etwas für die Gesundheit tun kann. Die fünf Kneippschen Elemente bieten dazu wunderbare Möglichkeiten unter ganzheitlichem Gesundheitsaspekt: Also Güsse statt Gymnastikkurs und bewusste Alltags-Übungen statt Fitness-Studio! Bei den abwechslungsreichen Einheiten kann jeder die Intensität selbst bestimmen. Zudem werden einige der Übungen in kurzen Video-Clips erklärt (www.kneippbund.de). Bei regelmäßiger Wiederholung ist der positive Effekt bald spürbar – für einen gesunden und aktiven Alltag! Teil 1: Guten Morgen-Klopfmassage vor dem offenen Fenster Begrüßen Sie den Tag mit einer Klopfmassage vor dem offenen Fenster. Noch vor dem Zeitunglesen und dem Morgenkaffee steigert sie das allgemeine Wohlbefinden, regt die Durchblutung an und schult die Körperwahrnehmung – und versorgt uns mit einer Extraportion Sauerstoff. Vor dem offenen Fenster beginnen wir am kleinen Finger der rechten Hand. Mit der linken Faust oder der hohlen Hand klopfen wir von dort aus den ganzen Arm nach oben bis zum Nacken. Hier können wir mit den Klopfbewegungen etwas verharren, bevor wir an der Arminnenseite (Arm dafür drehen) wieder abwärts klopfen. Nun wechseln wir die Seite und klopfen vom linken kleinen Finger beginnend mit der rechten Hand in gleicher Weise. Nun klopfen wir achtsam mit den Fingerspitzen kreisförmig auf Höhe des Brustbeins, um die Thymusdrüse zu aktivieren. Im nächsten Schritt streifen die Daumen mehrmals um den „Gürtel“, bevor wir leicht mit der flachen Hand die Leisten abklopfen. Etwas mehr Klopfen verträgt der Po, der als nächstes an der Reihe ist. Danach klopfen wir an der rechten Beinaußenseite nach unten bis zu den Füßen und an der Innenseite wieder hinauf. Zum Abschluss klopfen wir mit den Fingerspitzen die Schädeldecke entlang und nehmen dabei den Ton bewusst wahr. Nun schütteln wir die Hände kräftig aus und starten in den neuen Tag.
Pfarrer Sebastian Kneipp

Erkrankung Sebastian Kneipps und die Entdeckung der Kraft des Wassers

Den Überlieferungen nach erkrankte Sebastian Kneipp spätestens 1846 an Tuberkulose, einer bakteriellen Infektionskrankheit der Lunge, die zu dieser Zeit vielen Menschen das Leben kostete. Im Jahr 1848 fiel ihm das Buch „Unterricht von Krafft und Würckung des frischen Wassers“ von Johann Siegmund Hahn in die Hände. Inspiriert von dessen Inhalt, unterzog sich Sebastian Kneipp daraufhin zwei- bis dreimal wöchentlich einem kurzen Bad in der eiskalten Donau. Durch diese Maßnahme konnte er seinen Gesundheitszustand nach und nach stabilisieren und sich schlussendlich von seiner Erkrankung komplett erholen.
Regelmäßige Wasseranwendungen gehörten nun zu Sebastian Kneipps täglichen Routinen. Auch theoretisch beschäftigte er sich fortwährend mit der Thematik und erweiterte so sein Wissen anhand bereits bestehender Publikationen kontinuierlich.
Im Laufe seines weiteren Studiums behandelte er einen ebenfalls an Tuberkulose erkrankten Kommilitonen und begann darüber hinaus auch erkrankte Menschen aus der Bevölkerung zu unterstützen. Da seine Behandlungserfolge für sich sprachen, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die kneippsche Methode immer mehr herum sprach und von einer stetig steigenden Zahl von Menschen in Anspruch genommen wurde. Diese konstant zunehmende Bekanntheit und Begeisterung bezüglich Sebastian Kneipp und seinem Wirken blieb auch der Ärzte- und Apothekerschaft nicht verborgen, die diesen künftig mit Argusaugen beobachteten und bis zu seinem Lebensende mit wiederholten Anzeigen wegen Kurpfuscherei gegen ihn reagierte.

"Man muß auf den ganzen Körper wirken, wenn man den Krankheitsstoff beseitigen will."

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